Archive für März 2011

Noch viermal schlafen

Am 3. April 2011 ist es soweit: Die Ausstellung “25 Jahre nach Tschernobyl - Menschen - Orte - Solidarität” wird in Herford eröffnet. Vielleicht hätte sie besser “25 Jahre mit Tschernobyl” heißen sollen, denn die Folgewirkungen dieser Katastrophe sind noch lange nicht vorbei.

Auch im Internet häufen sich in letzter Zeit erfreulicherweise die Hinweise auf die Ausstellung, zum Beispiel bei

Natürlich kann man auch ein bißchen selbst auf die Suche gehen oder einfach die offizielle Webseite zur Ausstellung besuchen.

25 Jahre mit Tschernobyl

“Wir leben nicht 25 Jahre nach Tschernobyl, sondern 25 Jahre mit Tschernobyl.”

Irina Gruschewaja Irina Gruschewaja und Martin Sonnabend So sieht das Dr. Irina Gruschewaja bei ihrer Ansprache zur Mahnwache in Herford am 28. März. Irina Gruschewaja ist Mitbegründerin und Mitglied der ersten Bürgerinitiative in Belarus, der “Kinder von Tschernobyl”. Der Super-GAU von Tschernobyl ist für sie nicht wie irgend ein anderer Unfall, sondern er gleicht einer Pyramide mit der Spitze nach unten. Je länger die Katastrophe zurück liegt, desto mehr zeigen sich die Folgen.

Dr. Martin Sonnabend aus Rödinghausen ist Mitglied der IPPNW. Nachdrücklich ruft er in Erinnerung, dass es nur ein wirkliches Mittel gegenVerstrahlung gibt - die Vorbeugung.

Mitgliederversammlung des Vereins

Planmäßig fand am 25. März 2011 die Jahreshauptversammlung von Kinder aus Tschernobyl in Herford e.V. statt. Im Anschluss an die Rechenschaftsberichte des Vorsitzenden und des Kassenführers für das Jahr 2010 wurde dem gesamten Vorstand Entlastung erteilt.

Der Stand der Finanzen ermöglicht es, an der für 2011 geplanten Einladung einer Kindergruppe aus Paritschi und Swetilowitschi für drei Wochen in den Kreis Herford festzuhalten. Die offizielle Einladung an die Partner des Vereins in Belarus wird jetzt umgehend ausgesprochen.

Als einer von drei Trägern hat der Verein  die IBB-Wanderausstellung 25 Jahre nach Tschernobyl nach Herford geholt. Es wurden organisatorische Absprachen zum Aufbau der Ausstellung, zur Durchführung der Eröffnungsveranstaltung und für die Betreuung der Besuchergruppen getroffen. Die Eröffnung findet an Sonntag, dem 3. April 2011, um 11.30 Uhr im Kreishaus Herford statt.

Vortrag zu den Langzeitfolgen von Tschernobyl

Im Rahmen der Ausstellung “25 Jahre nach Tschernobyl - Menschen - Orte - Solidarität” wird Winfrid Eisenberg am Mittwoch, dem 6. April 2011, um19.30 Uhr im Kreishaus Herford einen Vortrag zum Thema “Langzeitfolgen von Tschernobyl - Gefahren durch Atomanlagen auch im Normalbetrieb” halten.

  •   25 Jahre Tschernobyl
    1. Fukushima aus Sicht der IPPNW
    2. Die besondere Strahlensensibilität von Kindern bzw. ungeborenen Kindern
    3. Gesundheitliche Folgen von Tschernobyl, mit Beispielen
    4. Transgenerationelle Effekte bei Mensch und Tier
    5. Liquidatoren und ihre Kinder
  • Gefahren durch Atomanlagen im Normalbetrieb
    1. Kinderkrebs um Atomkraftwerke (KiKK-Studie)
    2. Verschiebung der Geburtenrelation zwischen Jungen und Mädchen
      als biologischer Indikator für ionisierende Strahlung

Anmeldungen zur Ausstellung

Bereits 16 Besuchergruppen - überwiegend Schulklassen aus dem Kreis Herford - haben sich für die Ausstellung “25 jahre nach Tschernobyl” vom 3. bis 8. April 2011 angemeldet. Freie Termine gibt es noch am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag. Den jeweils aktuellen Stand finden Sie auf der Webseite zur Ausstellung.

Angemeldete Besuchergruppen - Stand 16.03.2011